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Andreas Hofer Strasse

Visitenkarte des Dorfes

Die Gemeinde Lana hat in den letzten Jahren die Erneuerung des Dorfbildes schrittweise vorangetrieben. So wurden u.a. mit der Neugestaltung der Ortszentren "Am Gries", des Tribusplatzes, von Niederlana sowie durch den Bau von 4 Verkehrskreiseln nachhaltige Zeichen gesetzt.
Im Zuge dieser Dorferneuerung wird nunmehr die Hauptverkehrsachse Meraner Straße - Maria-Hilf-Straße - A.-Hofer-Straße - Bozner Straße neu gestaltet. Diese Maßnahme bezeichnete Bürgermeister Christoph Gufler bei der Bürgerversammlung als eine der Hauptziele der Verwaltungsperiode 2005 - 2010. Dabei kann die Planung auf das von Univ. Prov. Hermann Knoflacher erarbeitete Verkehrskonzept zurückgreifen.
Gleichzeitig wird auch die Ausführungsplanung des Radweges vom Schwimmbad bis zum Tribusplatz in Angriff genommen, für welchen, aufgrund seiner übergemeindlichen Funktion, Finanzierungsbeiträge seitens des Landes zugesichert wurden. Das erste Baulos betrifft den Abschnitt Kapuzinerplatz - Gasthof Pöder.

Zuerst Leitungen, dann Gestaltung

In einem ersten Schritt wurden die Leitungen erneuert. Dies sind vor allem die Trinkwasserhausanschlüsse, sowie die Verbesserung der Hydranten- und Schieberausstattung.  Bereits im Jänner wurde den betroffenen Anrainern das Projekt in Anwesenheit des zuständigen Gemeindereferenten Helmuth Holzner vorgestellt und die durchzuführenden Arbeiten besprochen. Diese konnten rasch und gut durchgeführt werden. In einem zweiten Schritt erfolgt die eigentliche Oberflächengestaltung. Für diese Arbeiten sind aufgrund der  vorweggenommenen Arbeiten keine "tiefen Gräben" mehr erforderlich und die Arbeiten können rascher und mit geringeren Verkehrsbeeinträchtigungen durchgeführt werden.Das betreffende Vorprojekt wurde beim bereits genannten Treffen den einzelnen Anrainern vorgestellt. Als zuständiger Referent für öffentliche Bauarbeiten begleitet der Vizebürgermeister Ernst Hofer das Bauvorhaben. Anfang Februar erfolgte die weitere Präsentation des Projektes im Gemeinderat, welcher das Vorhaben guthieß.

Genug Platz für Autos - mehr Raum für Fußgänger

Das Bauvorhaben sieht die Umgestaltung und Neuordnung des  zur Verfügung stehenden Straßenraumes vor. Durch leichte Korrekturen der Linienführung der Straße werden  "Knicke" im Straßenverlauf und Ausbuchtungen der Fahrbahn beseitigt.
Die Fahrbahn wird eine Regelbreite von 6,0m aufweisen, welche in den Kurven - den Schleppkurven der Fahrzeuge entsprechend - aufgeweitet wird. Dies erlaubt die problemlose Begegnung zweier Linienbusse, die auf dieser Strecke häufig frequentieren. Die freiwerdenden Flächen werden für die Verbreiterung und Aufwertung der Gehflächen genutzt. Eine angemessene Fahrbahn, ein Mehr an Gehfläche und straßenbegleitenden Flächen bewirken eine positive Veränderung des optischen Gesamteindruckes des Straßenraumes, eine Verringerung der Fahrgeschwindigkeiten und des Verkehrsaufkommens und damit eine Verbesserung der Verkehrsverträglichkeit für die Anrainer.

 Bessere Gehsteige

Die Begrenzung des Gehsteiges erfolgt durch einen Porphyrrandstein, der 7cm über dem Fahrbahnniveau verlegt wird. Der Gehsteig verbleibt dabei auf konstantem Niveau und räumt dem Fußgänger nunmehr auch im Bereich von Zufahrten Vorrang gegenüber dem motorisierten Verkehr ein. Die Zufahrten können weiterhin über eine auf 3cm abgeschrägte Anrampung des Randsteines befahren werden.
Die Randsteinhöhe von 7cm -anstelle der herkömmlich angeordneten 15cm- hat jedoch noch einen weiteren wesentlichen Aspekt: Nachdem sich aufgrund der beschränkt verfügbaren Breite des Straßenraumes die Anordnung eine Radstreifens nicht ausgeht, muss der Radverkehr im Mischverkehr auf der Fahrbahn geführt werden. In diesem Sinne verbessert ein niederer Randstein erheblich die Befahrbarkeit des Straßenrandes mit dem Fahrrad. Aus demselben Grund werden dort auch planare, schmale längsgerichtete Roste zur Straßenentwässerung angeordnet.Eine straßenbegleitende Begrünung ist punktuell vorgesehen. Der kreuzungsnahe Bereich der einmündenden Seitenstraßen wird neu gestaltet. Für die St.-Martin-Straße und die Erzherzog-Eugen-Straße bedeutet dies geringere Fahrgeschwindigkeiten abseits der Hauptstraße und kürzere und sicherere Übergänge für die Fußgänger. Von der Kreuzung Lorenzerweg aus wird der Parkplatz Raiffeisenhaus über einen Treppenzugang neu erschlossen.

Kapuzinerplatz und Kreuzkirche aufwerten

Als zusätzliches Element der Verkehrsberuhigung werden neue Platzsituationen geschaffen bzw. bestehende hervorgehoben. Die Notwendigkeit den "schlauchartigen" Straßenraum zu unterteilen, unterstreicht auch Arch. Dr. Amplatz, welcher bei der Überarbeitung des Bauleitplanes der Gemeinde Lana, die urbanistischen Weichen für die nahe Zukunft stellt. Die Plätze tragen der Bedeutung der angrenzenden Gebäude Rechnung und werden am Kapuzinerplatz (Kreuzung Kapuzinerkirche), und vor der Kreuzkirche geschaffen.
Um den Platzcharakter entsprechend hervorzuheben, werden Fahrbahn samt Gehbereiche mit großformatigen Pflastersteinen und Plattenstreifen aus massivem entsprechend tragfähigem Naturstein (Porpyhr/Granit) versehen.
Im Bereich der Engstelle Pöder wird der schmale Gehsteig auch mit Rollstuhl befahrbar gemacht.

Bauarbeiten in verkehrsarmer Zeit

Die gesamten Baukosten zur Oberflächengestaltung belaufen sich auf rund 1. Mio. Euro. Die Arbeiten erstrecken sich über einen Zeitraum von ca. 6 Monaten; die Plätze werden in Zeiten mit geringerem Verkehrsaufkommen ausgeführt, und werden am 17. September 2007 bei der Eisdiele/Konditorei Sader beginnen.Bei termingerechtem Beginn und nach zu erwartender Winterunterbrechung werden die Arbeiten bis Ende Mai 2008 abgeschlossen sein.

Der beauftragte Planer:

Dr. Ing. Georg Karbacher
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