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FAMILIE-SENIOREN-JUGEND

Für unsere Familien
Lana ist eine Gemeinde mit einem hohen Anteil an jungen Familien. Dem gilt es Rechnung zu tragen und durch geeignete Maßnahmen zur Familienförderung beizutragen
Vor einigen Jahren wurde Lana vom VKE als kinderfreundliche Gemeinde ausgezeichnet. 2002 wurde uns der „Europäische Dorferneuerungspreis“ für die Schaffung einer „anspruchsvollen sozialen und kulturellen Infrastrukturen“ zuerkannt. Dies unterstreicht unser Bemühen für die Gesamtheit unserer Dorfbevölkerung zu arbeiten.

Niedrige Gebühren und Steuern
Der Vergleich mit anderen Südtiroler (Mittelpunkt-)Gemeinden zeigt, dass die Belastung unserer Bürger/innen und Familien durch Steuern und Gebühren deutlich niedriger ausfällt als im Landesdurchschnitt. In Zeiten wo gerade die Familie, aber auch viele Senioren großen finanziellen Belastungen ausgesetzt sind, ist es wichtig, dass die Gemeinde hier für einen Ausgleich sorgt, wie aus folgenden Tabellen klar ersichtlich ist. Eine kleine Erleichterung mag auch die Halbierung der Müllkosten in den beiden ersten Lebensjahren eines Kindes, sowie bei inkontinenten Familienmitgliedern mit sich bringen.

Neue Arbeitsplätze
Von 2000 bis 2004 wurden in Lana nicht weniger als 112 neue Betriebe eröffnet und damit 361 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Eine gewisse Vorbildfunktion über der Gemeindebetrieb aus, wo von den 52 von rund 70 Arbeitsstellen von Frauen besetzt sind und davon 27 Teilzeitstellen sind. Positiv zu vermerken bleibt auch, dass die Anzahl der Aus- und Einpendler sich die Waage hält, d.h. dass Lana im Prinzip genügend Arbeitsplätze für alle zu bieten hat.

46 neue geförderte Wohnungen, 61 Sozialwohnungen
Trotz der regen Bautätigkeit konnte das Wohnungsproblem noch nicht zufriedenstellend gelöst werden. Die Gemeinde hat seit 2000 rund 10.000 m² für den geförderten Wohnbau zur Verfügung gestellt. 20 Familien konnten sich so ein eigenes Dach über dem Kopf verwirklichen. Dem Wohnbauinstitut wurden Grundflächen für den Bau von 20 Sozialwohnungen zur Verfügung gestellt, die demnächst verwirklicht werden. Bereits im Bau befinden sich 41 Sozialwohnungen. Weitere 30 sind für die nächsten Jahre geplant.

Eltern-Kind-Zentrum – Unterstützung der Erziehungsarbeit
In wenigen Monaten wird das neue Eltern-Kind-Zentrum nahe der bevölkerungsreichen Boznerstraße seine Tätigkeit aufnehmen. Mit 230 m² Nutzfläche wird dieses größte der bestehenden Elkis in Südtirol wertvolle Dienste für unsere Familien leisten. Diese werden in ihrer nicht immer leichten Erziehungsarbeit weiters durch die Projekte Elternschule (Vortrags- und Diskussionsrunden zu Erziehungsfragen), Nachmittagsbetreuung (2 Gruppen für Grund- und Mittelschüler), Kinder- und Jugendsommer, Netzwerk Lana, Menschen in Lana, Förderung Tagesmütter und dem heuer neu eingeführten kostenlosen Beratungsdienst in Kindergarten und Grundschule gezielt begleitet und unterstützt.

Kostenlose Beratungsdienste – Gemeindehomepage
Die Gemeindeverwaltung finanziert für die Bürger/innen kostenlose Beratungsdienste in Fragen des Verbraucherschutzes, Energieeinsparung, Vereine und Ehrenamt sowie Altbausanierung. Die Gemeindehomepage www.gemeinde-lana.bz.it wurde noch aktueller und benutzerfreundlicher gestaltet

Offene Jugendarbeit – neue Jugendräume
Neben dem bereits bestehenden Jugendzentrum bei St. Peter, dem Jugendtreff in Völlan und dem Jugendraum in Pawigl werden derzeit im ehemaligen Lorenzerheim zusätzliche Räume mit 150 m² Fläche für die offene Jugendarbeit geschaffen. Ab 2005 werden die derzeit vier in Lana tätigen hauptamtlichen Jugendarbeiter/innen um eine zusätzlich vom Land finanzierte Fachkraft (Streetworker) unterstützt.

7 neue Spielplätze, 2 Turnhallen, eine Sporthalle, Skateboard und Beach-Volleyballplätze
Erweitert werden konnte auch das Angebot an Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen. Bei der Sportzone Boznerstraße, bei der Zollschule bzw. der neuen Schule in Völlan und in vier Erweiterungszonen wurden neue Kinderspielplätze angelegt, wodurch sich die Anzahl der öffentlichen Spielplätze im Gemeindegebiet auf 34 erhöht. Das Freizeitgelände im Falschauerggrün (Ex-VFL-Platz) wurde neu gestaltet und die bereits in der letzten Verwaltungsperiode großflächig erweiterte Sportanlage an der Boznerstraße um einen Skateboardplatz, eine Wurfanlage und Beach-Volleyball-Plätze ergänzt; die Tribüne beim Sportplatz Völlan wurde überdacht.
Durch den Bau von neuen Turnhallen in Lana (Zollschule) und in Völlan (neue Grundschule), sowie der neuen Sporthalle Falschauer mit 2000 m² Spielfläche stehen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen drei neue Einrichtungen für den Hallensport zur Verfügung. Weitere Angebote wird das Untergeschoss der Sporthalle bieten, welches sich derzeit in Bau befindet.

Für unsere Senioren
Wir werden Gott sei Dank immer älter. Deshalb ist es Aufgabe der öffentlichen Hand ausreichende Senioreneinrichtungen zu schaffen. Dies um so mehr als es unsere Eltern und Großeltern waren, die in ihrem arbeitsreichen Leben unseren heutigen Wohlstand geschaffen haben.
Neues Altenheim der Stiftung Lorenzerhof, 25 Seniorenwohnungen, Offener Seniorentreff und neue Tagesstätte der Altenpflege
2003 konnte das neue geräumige Altenheim der Stiftung Lorenzerhof mit 80 Betten, Tages- und Kurzzeitpflege bezogen werden. Das ehemalige Bettenhaus wird derzeit von der Gemeinde umgebaut. Ab Herbst 2005 stehen dort 25 Seniorenwohnungen, ein offener Seniorentreff und neue Räumlichkeiten für die Altenpflege zur Verfügung. Damit konnte mitten im Herzen von Lana ein umfassendes Betreuungsangebot an stationären und ambulanten Diensten  für unsere Senioren aufgebaut werden, das durch das Altenheim St. Josef in Völlan und das Pflegeheim St. Anna wirksam ergänzt wird. Hervorragende Arbeit leistet auch die Hauspflege welche letzthin dankenswerterweise um einen freiwilligen Dienst erweitert wurde.

Neuer Gesundheits- und Sozialsprengel
Das Land hat das Kapuzinerareal erworben und die Gemeindeverwaltung beauftragt, dort einen neuen Gesundheits- und Sozialsprengel zu errichten. Dieser wird in einem Neubau längs der Maria-Hilf-Straße untergebracht und mit zwei Tiefgaragen ausgestattet. Kloster und Klostergarten bleiben erhalten, letzterer wird tagsüber für die Bevölkerung zugänglich gemacht. Die Planung und Realisierung dieser wichtigen übergemeindlichen Einrichtung für das Gesundheits- und Sozialwesen ist auf die Bedürfnisse unserer Bevölkerung ausgerichtet. Nach Fertigstellung des neuen Gesundheits- und Sozialsprengels in ca. 2 Jahren können die Dienste weiter verbessert und ausgebaut werden. Das Vorhaben wird zu 100% vom Land finanziert.


SCHULE – KULTUR-VEREINE

Das überdurchschnittlich lebendige Kulturleben in Lana zu begleiten und die Entwicklung unserer Kinder durch qualitätsvolle schulische Einrichtungen zu fördern, das war auch in den vergangenen vier Jahren einer der Schwerpunkte der Gemeindearbeit.

Neuer Kindergaren in Niederlana
1997 wurde der Kindergarten St. Peter (sechs Sektionen) und 1998 jener in Völlan (zwei Sektionen) fertiggestellt. Zwei Jahre später erfolgten Sanierung und Ausbau des Kindergarten Erzherzog Eugen (fünf Sektionen) und des italienischen Kindergarten. Im nächsten Schuljahr wird der neue Kindergarten im Feldgatterweg (drei Sektionen) seinen Betrieb aufnehmen. Das Pilotprojekt „Ganztagskindergarten“ wird fortgeführt und der Spielhof beim Kindergarten Erzherzog Eugen um 500 m² und Parkplätze erweitert.

10-klassige Grundschule mit Turnhalle
Im Schuljahr 2000/2001 konnte die neu erbaute 10-klassige Grundschule an der Zollstraße für die Schuljugend geöffnet werden. Neben den Klassen- und Ausweichräumen stehen ein großer Versammlungssaal, Technikräume, Schulbibliothek und die große Turnhalle zur Verfügung. Eine Tiefgarage und Spiel- und Pausenflächen runden das Angebot ab.

Grundschule Völlan mit Turnhalle
Mitten im Ortszentrum von Völlan entstand 2001-2003 die neue Grundschule, welche von großen Spiel- und Parkflächen umgeben und durch eine Unterführung verkehrssicher zugänglich ist. Fünf Klassen, drei Ausweichräume, Schulbibliothek, Medienraum, Werkraum und Lehrerzimmer stehen den Völlaner Kindern zur Verfügung, ebenso die Turnhalle (12 x 24 m), welche auch außerschulisch viel genutzt wird.

Neue Schulprojekte: Mittelschule, italienische Grundschule, Musikschule
Bereits von der Landesregierung genehmigt ist die nach 25 Jahren fällige Sanierung der Mittelschule Lana, welche 2005 umgesetzt wird. Dabei wird die mit 500 Schülern größte Schule von Lana auch erweitert. In der Genehmigungsphase befinden sich die Projekte für eine neue italienische Grundschule für Lana, Burgstall und Gargazon, welche im denkmalgeschützten Pangarthaus untergebracht und mit einer auch von den Schülern von Lanegg mitbenutzbaren Turnhalle versehen werden wird. Die freiwerdenden Räume in St. Peter werden als neue Kindergartendirektion ans Land vermietet werden.
Für die rund 600 Musikschüler/innen aus Lana und Umgebung wird eine neue Musikschule geplant, welche gleichzeitig auch fünf Grundschulklassen beherbergen soll. Sämtliche Schulprojekte werden durch einen 90%igen Landesbeitrag ermöglicht.

Neue öffentliche Bibliothek mit Bildungstreff
Die öffentliche Bibliothek zählt heut zu den meistgenutzten Einrichtungen unserer Gemeinde. Die Anzahl der entlehnten Bücher und Medien stieg seit der Übernahme durch die Gemeinde im Jahr 1991 von 6.700 auf derzeit 83.000, jene der Stammleser/innen von 1.800 auf 3.800. Dieser erfreulichen Entwicklung Rechnung tragend wurde 2004 mit dem Bau eines neuen Bibliotheksgebäudes im Ortszentrum begonnen, welches auf rund 1200 m² Nutzfläche auch Internetplätze und Räume für die Volkshochschule und die Bücherwürmer beherbergen wird. Die Finanzierung konnte weitgehend durch die urbanistische Zweckbestimmung der Hofmannzone und einen Landesbeitrag sichergestellt werden.

Neue Vereinsräume – Ausbau Gemeindearchiv
Durch den Ausbau des zweiten Stockes im Rathaus konnten die bislang im Erdgeschoss des Ansitzes Rosengarten befindlichen Vereinsräume in das Rathaus verlegt und um einen Sitzungssaal ergänzt werden, während die frei gewordenen Räume der Musikschule zur Verfügung gestellt wurden. Durch die Sanierung und die Adaptierung zusätzlicher Räumlichkeiten sowie den Einbau moderner Schrankanlagen wurden die Voraussetzungen für eine fachgerechte Unterbringung des aktuellen und historischen Gemeindearchivs geschaffen, dessen Aufbau durch eine eigene Fachkraft betreut wird.
Erweitert wurden auch die Rettungsdienste Weißes Kreuz (Ausbau Dachgeschoss) und das Schützenheim. Fortgesetzt wurde der kostenlose Beratungsdienst für ehrenamtlich geführte Vereine in Steuer- und Organisationsfragen.

Förderung der Kultur- und Bildungsarbeit
Die Gemeindeverwaltung unterstützt mit Beiträgen von rund 500.000 Euro jährlich und der kostenlosen Bereitstellung von Räumlichkeiten Vereine und Institutionen, so dasSüdtiroler Obstbaumuseum, die Freilichtspiele, die Kulturtage, Lana-Jazz, die drei Musikkapellen, den Bildungsausschuss, u.a. Die Führung der Ortschronik, die Veranstaltung von Ausstellungen im Ansitz Rosengarten (Eduard Thöny, Michael Andersag, Hans Prünster, Michael Höllrigl, Adolf Vallazza, Erich Stecher, Heidi Hafner, Beate Gantz u.v.a.), die Sonderausstellung „Vom Fiebersumpf zum Obstparadies“, die Fortsetzung des Skulpturenwanderweges, ein an einen Aufenthalt in Lana gekoppeltes Literaturstipendium und die Herausgabe des Bildung- und Veranstaltungskalenders sind weitere Schwerpunkte der lebendigen Kulturarbeit in unserem Dorf.


NATUR UND UMWELT

Unsere Abwässer werden geklärt
Die 2000 eingeweihte Kläranlage für 30.000 Einwohnergleichwerte erreichte bei einer 2001 vom Land durchgeführten Kontrolle aller Südtiroler Kläranlagen die besten Reinigungswerte. Mit dem Ausbau des Abwassernetzes bis nach Pawigl und auf das Vigiljoch, sowie dem Anschluss des Weilers Rateis ist nunmehr nahezu das gesamte Gemeindegebiet angeschlossen.

Vom Landschaftsleitbild zum Landschaftsplan
Nachdem Lana im Rahmen eines Pilotprojektes ein eigenes Landschaftsleitbild erstellt hat, wurde 2003/2004 der aus den 70er Jahren stammende Landschaftsplan überarbeitet und um zusätzliche Schutzbestimmungen ergänzt (Bauverbot für alle Hanglagen und im geschlossenen Landwirtschaftsgebiet, Schutz von Kastanienhainen und anderen wichtigen Landschaftselementen, Aufwertung des Vigiljoch und der Biotope u.a.) Dass der Landschaftsplan einstimmig vom Gemeinderat genehmigt wurde, spiegelt die offene und sachliche Vorgangsweise bei seiner Erarbeitung unter Miteinbeziehung aller Interessensgruppen wieder. Das Falschauerbiotop wurde in der Folge durch die Reduzierung der Schotterflächen von 26.000 m² auf 11.000 m² und die Verlegung der Durchfahrtsstraße und von Fischerteichen erstmals wesentlich aufgewertet. Demnächst werden Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt und ein Lehrpfad angelegt. Erstmals genau definiert wurde auch die Fahrregelung am Vigiljoch mit dem Ziel, den Lananer Hausberg autofrei zu erhalten.

Umsetzungsmaßnahmen – Verzicht auf Bodenversiegelung
Das Landschaftsleitbild und der Landschaftsplan sind nicht nur ein vollständiges Inventar der Natur- und Kulturlandschaft unseres Gemeindegebietes und eine Sammlung von Gesetzesbestimmungen zu deren Schutz, sondern zugleich auch die Grundlage für zahlreiche Verbesserungen. Davon wurden bisher durchgeführt: Organisation von Kursen für die Instandsetzung und die Anlage von Trockenmauern, Waalen, Bauerngärten, Holzzäunen; Beschilderung von Kulturdenkmälern, Revitalisierung Weinreichmoos, Ausstellung und Veröffentlichung des Landschaftsplanes und –leitbildes im Internet, Nichtversiegelung der Böden bei öffentlichen Parkplätzen (Niederlana, Lorenzerweg, St. Peter, Falschauer), Überarbeitung der Gemeindebauordnung (Sickerschächte für Regenwasser, Nichtversiegelung Parkflächen, Pflanzung hochstämmiger Bäume, Begrünung von Fassaden u.a.m.). Weitere Maßnahmen sind in der Umweltkommission in Vorbereitung.

Recyclinghof und Kompostierplatz
Beide Anlagen wurden laufend verbessert, die Öffnungszeiten erweitert und die Mülltrennung ausgebaut (Projekt „Öli“). Durch strengere Kontrollen konnte die wilde Müllablagerung deutlich verringert werden. Sämtliche Abfallbehälter wurden auf Chips umgerüstet.

Energie sparen – neue Pellets- und Solaranlagen
Die von der Gemeinde kostenlos angebotene Energieberatung und die bürokratische Vereinfachung für die Anbringung von Sonnenkollektoren trägt dazu bei, dass Lana zu den Pioniergemeinden in der Nutzung alternativer Energieformen zählt. Die neue Hofmannzone einschließlich der Öffentlichen Bibliothek erhält eine Pelletsheizung, welche auch in der Mittelschule die alte Ölheizung ersetzen wird. Neue Sonnenkollektoren werden im Lido und in der Sportanlage Boznerstraße installiert. Für die Gemeindepolizei wurden zwei Elektrofahrräder angeschafft.

Öffentliches Grün - 164 neue Bäume gepflanzt
Die Erhaltung des alten Baumbestandes und dessen fortlaufende Ergänzung durch Neuanpflanzungen ist der Gemeindeverwaltung ein wichtiges Anliegen. So wurden in den letzten vier Jahren weitere 164 hochstämmige Laubbäume im Gemeindegebiet gesetzt, 18 davon am Gries. Durch die kostenlose Abgabe von Jungbäumen (Hausbaumaktion) und einschlägige neue Bestimmungen in der Gemeindebauordnung wurde auch für „Nachwuchs“ im privaten Bereich gesorgt. Mit dem Ankauf von 21 Hundekotautomaten, durch welche den Hundebesitzern die Utensilien für die Entsorgung des Hundekots kostenlos zur Verfügung gestellt werden, soll der diesbezüglichen Verunreinigung von Parkanlagen und Gehwegen entgegengewirkt werden.


SICHERHEIT IM VERKEHR – ORTSGESTALTUNG
Die Belastung der Bürger/innen durch den Verkehr stellt eines der größten ungelösten Probleme unserer westlichen Gesellschaft dar. Zugleich ist (fast) jeder von uns Mitverursacher dieses Problems. Die Gemeindeverwaltung hat in den letzten zehn Jahren eine Reihe von Maßnahmen durchgeführt, welche den Fuß-Fahrrad- und öffentlichen Verkehr fördern und den Verkehrsfluss verlangsamen bzw. verringern, Maßnahmen die zum Teil unpopulär waren und die anderswo erst unter Druck von Feinstaub- und Ozonbelastung in Angriff genommen werden. Trotzdem steht außer Zweifel, dass noch viel zu tun bleibt.

Umsetzung des „Grazer Verkehrsplanes“
Das Verkehrsproblem ist nicht mit spektakulären Hauruck-Methoden zu lösen. Nur durch harte Kleinarbeit und die laufende Umsetzung von zahlreichen Einzelmaßnahmen werden Verbesserungen erzielt. Die Grundlage dafür liefert der „Grazer Verkehrsplan“, die Umsetzung erfolgt Schritt für Schritt durch die sechs vom Bürgermeister eingesetzten Arbeitsgruppen mit Hilfe von Fachleuten. Tatsächlich liegen die Zuwächse im motorisierten Verkehr laut den aktuellen Verkehrszählungen des Landes deutlich unter den 1992 prognostizierten Zahlen. Und auch die regelmäßigen Kilometerstaus im Ortszentrum gehören der Vergangenheit an.

Aufwertung der Fuß- und Fahrradwege und des öffentlichen Verkehrs
Folgende Maßnahmen wurden umgesetzt:
Fußgänger: 6000 m neu angelegte Gehsteige, Verbreiterung von Gehsteigen in allen Ortsteilen, Entschärfung von zehn gefährlichen Engstellen (Andreas-Hofer-Straße, Meranerstraße, Aichweg, Gampenstraße, Treibgasse, St. Anna, Schnatterpeckstraße, St.-Agatha-Weg, Gries), Abschrägung von 72 Gehsteigkanten, sieben Aufpflasterungen vor Kindergärten und Schulen, Beleuchtung von 80 Fußgängerübergängen und Kreuzungen, Ausbau der Gehsteigbeleuchtung (200 neue Beleuchtungskörper), Einsetzen von vier Schülerlotsen, Entfernung des Verkehrs aus den Schulhöfen, Bau Straßenunterführung in Völlan, Aufwertung Fußsteige, Anbringen von zehn liegenden Polizisten.
Fahrradwege: Einzeichnen von 4000 m Fahrradwegen, Projektierung und Eintragung in den Bauleitplan des übergemeindlichen Fahrradweges Lana-Meran, acht überdachte und 22 nicht überdachte Radabstellplätze.
Öffentlicher Verkehr: Errichtung von elf überdachten Bushaltestellen, Forderung von neuen Buslinien für die Boznerstraße und Industriezone, Projektierung Neugestaltung Bahnhof Lana-Burgstall.
Schule und Verkehr: Verkehrserziehung in Kindergärten und Schulen, Projekte Schulbus und Schulwegaktion (Klimaschritte).

Verkehrskreisel bewähren sich - Verlangsamung des Verkehrs
Auf Lanas Straßen wird wie andernorts auch nicht zu viel sondern vor allem auch zu schnell gefahren. Zur Verbesserung dieser Situation wurden folgende Maßnahmen ergriffen: Errichtung von zwei Verkehrskreiseln an der Meraner- und an der Gampenstraße. Ein dritter Kreisverkehr bei der Ultnerkreuzung wird in Kürze verwirklicht. Geschwindigkeitsampeln Max-Valier-Straße und Gampenstraße, Verlegung des Ortsgebietes und damit Ausdehnung Tempo 50 auf die Gampen- und Ultnerstraße, Tempo-30-Zonen in Wohnstraßen, Verengung der Fahrbahn in der Bozner- und auf Teilen der Andreas-Hofer-Straße, sowie durch Einzeichnen von 6 km Fahrradwegen, Anbringen von zehn liegenden Polizisten und sieben Aufpflasterungen vor Kindergärten und Schulen, Neugestaltung der Kreuzungen in Niederlana und an der Zollstraße, LKW-Durchfahrtsverbot vor der Gampenkreuzung bis Boznerstraße, Ausbau der Landesstraße Ultental mit Gehsteig und öffentlicher Beleuchtung, Aufrüstung der Gemeindepolizei mit fixen und mobilen Geschwindigkeitsmessgeräten und Verlängerung der Einsatzzeiten.

Ein neues Kleid für das Ortszentrum von Lana - Ortsbildgestaltung
Das langgezogene Straßendorf Lana soll durch die Schaffung und Neugestaltung von Plätzen und Straßenräumen besser gegliedert, aufgewertet und fußgängerfreundlicher gestaltet werden. Nach den bisherigen Maßnahmen am Tribusplatz, im Bereich der Theissbrücke und im historischen Ortszentrum von Niederlana (Schnatterpeckstraße) stand in den letzten drei Jahren die Neugestaltung des Ortszentrums am Gries im Vordergrund. In drei Baulosen wurde das auf einen Architektenwettbewerb aufbauende Vorhaben auch mit Hilfe von Landesbeiträgen zügig durchgezogen, Damit erhielt Lana endlich ein attraktives Dorfzentrum, das nach Fertigstellung der umliegenden Parkplätze teilweise als Fußgängerzone ausgewiesen und durch die angrenzende autofreie Hofmannzone wirkungsvoll ergänzt wird. In den nächsten Jahren soll der Fußgänger- und Fahrradverkehr durch die Neugestaltung der Hauptverkehrsachse weiter aufgewertet und gefördert werden, wofür derzeit bereits die notwendigen Vermessungsarbeiten laufen. Eine große Aufwertung stellen auch die neuen Parkanlagen dar (Ländpark, Altenheimparkplatz der Stiftung Lorenzerhof, neue Parkanlage am Lorenzerweg (in Bau), welche in den nächsten Jahren um den Kapuzinergarten und die neu gestaltete Gaulpromenade ergänzt werden.

Parkraumbewirtschaftung – 400 neue Parkplätze
Die Einführung der „blauen Zonen“ hat sich gut bewährt und wurde deshalb schrittweise ausgebaut. Das Parkplatzangebot wurde durch die Anlage von neuen Parkplätzen in Niederlana und an der Gampenstraße sowie durch die beiden in Bau befindlichen Parkplätze in der Hofmannzone und am Lorenzerweg um rund 400 Stellplätze erweitert. Weitere Parkflächen sind beim Bau des neuen Sprengelsitzes (Kapuzinerkloster) und an der Max-Valier-Straße in Planung. Sämtliche Parkplätze bleiben unversiegelt und werden auch mit hochstämmigen Bäumen begrünt. 2003 wurde ein neues Parkleitsystem erstellt und die entsprechende Beschilderung angebracht.

Dorfentwicklung – Verdichtung statt Zersiedelung
Fortgesetzt wurden die Bemühungen der Gemeindeverwaltung um die Erhaltung der wertvollen alten Bausubstanz (Tag des offenen Denkmals, Ergänzung der Denkmallisten des Landes, Ausarbeitung von Vorschlägen für den Ensembleschutz, kostenlose Beratung für Altbausanierung).
Bei der Ausweisung neuer Gewerbe- und Wohnbauzonen konnte das Prinzip Verdichtung statt Zersiedelung wirksam durchgesetzt werden (Hofmannzone, Ex-Klosterkellerei Pircher, Gewerbeflächen Industriezone und Boznerstraße), sofern dies nicht bereits durch den vor 10 Jahren verabschiedeten Bauleitplan anders geregelt war.
Im Jahr 2005 wird mit der Ausarbeitung des neuen Bauleitplanes begonnen werden. Dabei ist es die Absicht der Gemeindeverwaltung nach den Stürmen der Tremonti-Jahre wieder ruhigere Gewässer anzusteuern und unter Miteinbeziehung des Verkehrs- und Landschaftsplanes die Weichen für eine natürliche Entwicklung unseres Dorfes zu stellen.


WIRTSCHAFT UND ARBEIT

Lana ist in den letzten Jahrzehnten zu einem starken Wirtschaftszentrum herangewachsen. Obstbau und Tourismus, Handel und Handwerk, Industrie und Dienstleistung sorgen in ihrer Vielfalt für sichere Arbeitsplätze und eine ausgewogene Konjunktur. Gerade die letzten Jahre waren von der Entstehung zahlreicher neuer Unternehmen bzw. der qualitativ und quantitativ positiven Erweiterung bestehender Betriebe geprägt. Die Tatsache, dass in den letzten vier Jahren 13 neue Gastbetriebe, 39 neue Handelsbetriebe (Geschäfte), 36 neue Handwerksbetriebe und 34 neue freiberufliche Tätigkeiten gegründet wurden, spricht für die zunehmende Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Lana. Dadurch konnten in den letzten vier Jahren 361 neue Arbeitplätze in Lana geschaffen wurden. Diese positive Entwicklung wurde von der Gemeindeverwaltung durch die Ausweisung neuer Produktions- und Handelszonen, der vergleichsweise raschen Abwicklung von Verwaltungsabläufen und durch niedere Steuern und Gebühren (siehe Seite 1) gefördert. Die Tatsache, dass die Unternehmen in Lana je nach Betriebsgröße mehrere 100 oder 1000 Euro weniger an Abgaben zu entrichten haben, bedeutet in Zeiten eines immer härter werdenden Konkurrenzkampes einen nicht unbedeutenden Wettbewerbsvorteil. Dabei haben es Unternehmen und Gemeinde nicht versäumt, trotz der vorherrschenden „guten“ Zeiten auch in die Zukunft zu blicken. In Fortsetzung des von Univ.-Prof. Dr. Gottfried Tappeiner betreuten Wirtschaftsleitbildes gab die Gemeindeverwaltung die ESF-Studie „Zone Zukunft Lana“ in Auftrag, welche sich vor allem mit dem produzierenden Gewerbe beschäftigt, während eine im Jahr 2004 begonnene und ebenfalls aus dem ESF-Fond finanzierte Studie sich mit der Entwicklung unserer Gemeinde in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren beschäftigt.

Handwerk und Industrie
Mit rund 47 ha Produktionszonen liegt Lana im Spitzenfeld der Südtiroler Gemeinden. In den letzten vier Jahren wurden die strategisch sehr günstig gelegenen Gewerbezone an der Boznerstraße und die Industriezone um weitere 5 ha erweitert und die kleine Gewerbezone in Völlan um 5.000 m² ergänzt. Dadurch konnten ca. 50 neue Betriebsgründungen vorwiegend von Lananer Unternehmen ermöglicht werden. Ebenso viele neue Gewerbebetriebe entstehen derzeit im privaten Bereich (Ex Euronorm u. a.), wobei die von der Gemeinde geförderte kompakte Bauweise (Gewerbeparks) eine optimale Nutzung des nur beschränkt zur Verfügung stehenden Kulturgrundes ermöglicht.

Dienstleistung – 70 neue Betriebe
Mit rund 2.700 von insgesamt 5.100 zur Verfügung stehenden Arbeitsplätzen spielt der Dienstleistungsbereich eine wichtige Rolle im Lananer Wirtschaftsgefüge. Nicht zuletzt infolge urbanistisch sinnvoller Entscheidungen der Gemeindeverwaltung (Stärkung der Zentren Gries und Tribusplatz) und durch die Ausarbeitung eines neuen Handelsplanes, welcher die Abwanderung von Handel und Dienstleistung aus den Siedlungszentren verhindert, entstanden in Lana in den letzten vier Jahren 52 neue Handels- und Gastronomiebetriebe, wodurch die Funktion von Lana als Dienstleistungszentrum für das mittlere Etschtal weiter gestärkt wird. Dazu tragen auch die Bemühungen der Gemeindeverwaltung für die gezielte Aufwertung des Ortsbildes durch die Neugestaltung von Straßen und Plätzen, die Anlage von rund 400 neuen Parkplätzen in Zentrumsnähe und die ebenfalls von der Gemeinde geförderten Aktivitäten von Lana Marketing bei.

Tourismus – Investition in die Zukunft
Noch mehr als in anderen Wirtschaftszweigen sind die Entwicklungen im Tourismus von der Wirtschaftslage anderer Länder abhängig. Während jene von uns nicht beeinflusst werden können, ist es sehr wohl möglich, die eigenen Standortvorteile auszubauen. Dies ist auch durch den Zusammenschluss mit den Nachbargemeinden zum starken Tourismusverband Lana und Umgebung, die qualitative und quantitative Erweiterung zahlreicher Beherbergungsbetriebe, den Ausbau des Urlaubes auf dem Bauernhof und mit der Aufwertung des Ortsbildes durch die schrittweise Neugestaltung von Straßen und Plätzen erfolgt. Zu einer Verbesserung des Gästeangebotes tragen auch die in den letzten Jahren von der Gemeinde neu angelegten Wanderwege und Parkanlagen bei (Kultur- und Naturlehrpfad Aichberg, Skulpturenwanderweg I und II, Verlängerung Brandis-Waalweg bis Wasserfall, Ländpark, Park am Lorenzerweg, Wanderweg Schützbichl), welche in nächster Zeit um den Kapuzinerpark und die Aufwertung des Naturdenkmals Gaul ergänzt werden, ebenso die zahlreichen von den Vereinen mitgetragenen und von der Gemeinde geförderten Veranstaltungen und Initiativen (Blütentage, Frühjahrskonzert Bürgerkapelle, Passion Braunsbergbühne, Sonderausstellung im Südtiroler Obstbaumuseum, Freilichtspiele, Kulturtage, Literaturstipendium, Kastanientage, Lange Donnerstage, Ausstellungen im Ansitz Rosengarten u.a.). Mindestens ebenso wichtig ist die Qualität der Gästebetreuung, welche als gemeinsames Anliegen zu fördern, das Konzept „Qualitätssiegel Lana“ bemüht ist. Seit zwei Jahren beschäftigt sich eine eigene von der Gemeindeverwaltung eingesetzte Arbeitsgruppe mit der Aufwertung des Vigiljoches, welches als autofreies Naherholungsgebiet zu den besonderen Attraktionen unseres Tourismusortes zählt.

Obstbau – Obstgenossenschaften fusionieren und erweitern
Im Gemeindegebiet von Lana werden 10 Prozent der Südtiroler und 1 Prozent der gesamten EU-Ernte an Qualitätsobst erzeugt. 160 Vollerwerbs- und 270 Nebenerwerbsbetriebe, 3 Obstgenossenschaften und fast 1000 Beschäftigte unterstreichen die große Bedeutung dieses Wirtschaftszweiges für unsere Gemeinde. Auf das Hereindrängen neuer Produktionsgebiete nach Europa und die fortschreitende Monopolisierung des Marktes reagiert die heimische Obstwirtschaft u. a. durch stärkere Kooperation. So haben sich auch in Lana zwei der ursprünglich vier Obstgenossenschaften zusammengeschlossen. Die notwendige Erweiterung der Betriebsstrukturen aller Genossenschaften förderte die Gemeindeverwaltung durch die Zurverfügungstellung eines eigenen Grundstücks bzw. durch die Ausweisung entsprechender Zonen.
Im vom Gemeinderat einstimmig genehmigten Landschaftsplan wurde der Schutz des geschlossenen Landschaftsgebietes festgeschrieben. Auch durch das ehrenamtlich geführte Südtiroler Obstbaumuseum in Niederlana mit seinen wechselnden Sonderausstellungen und verschiedene ebenfalls von der Gemeinde geförderte Initiativen, wie „Bauernmarkt“ bzw. „Biokistl“ und die Veranstaltungsreihe „Gesundes Naturprodukt Apfel“ wird ein bescheidener Beitrag zur Förderung der heimischen Obstwirtschaft geleistet. Durch den großen Einsatz der Gemeindegärtnerei konnte auch ein wichtiger Beitrag zur Verhinderung des Feuerbrandes geleistet werden.

Gemeindebetrieb – gesunde Wirtschaftslage
Mit über 70 Mitarbeiter/innen und einem Haushaltsvolumen von rund 20 Mio. Euro im Jahr ist die Gemeinde einer der großen Betriebe des Ortes. Dabei leistet sie als Auftraggeber für öffentliche Arbeiten im Ausmaß von ca. 6 Mio. Euro jährlich einen nicht unwesentlichen Beitrag zum heimischen Wirtschaftsleben. Durch die Aufteilung der Projekte in mehrere Baulose wird versucht, örtlichen Betrieben die Teilnahme an den öffentlichen Ausschreibungen zu erleichtern. Neben den Beamten/innen im Rathaus erbringen auch die Mitarbeiter des Gemeindebauhofes und der Gemeindegärtnerei tagein tagaus zahlreiche Dienstleistungen für unsere Bürger/innen. Um die Qualität dieser Dienstleistungen noch zu verbessern wurde in den letzten Jahren ein Betriebsentwicklungskonzept erarbeitet, als dessen Folge die Verwaltung neu organisiert und in Dienststellen gegliedert wurde.
Erfolgreich waren auch die Bemühungen die Zunahme der laufenden Ausgaben unter der Inflationsrate zu halten und trotz großer notwendiger Investitionen die gesunde Wirtschaftslage der Gemeinde zu festigen. Tatsächlich zählt die Marktgemeinde Lana zu den am wenigsten verschuldeten Mittelpunktgemeinden unseres Landes.


VERSORGUNGSANLAGEN UND ÖFFENTLICHE SICHERHEIT

Die ausgedehnten Siedlungsstrukturen unseres Dorfes erfordert ein weit verzweigtes Netz mit 130 km Straßen und 170 km Trink- und Abwasserleitungen, deren sachgemäße Wartung und schrittweiser Ausbau zu den täglichen Herausforderungen der Gemeindeverwaltung zählt. Durch den Bau der neuen Feuerwehrhalle und der Verbesserung des Wildbaches Pschoal konnte ein wichtiger Beitrag zur öffentlichen Sicherheit geleistet werden.

Trinkwasserversorgung für die Zukunft gesichert
Der trockene Sommer 2003 hat gezeigt, dass die Trinkwasserversorgung in unserer Gemeinde einen hohen Leistungsstand erreicht hat und auch extremen Belastungen gewachsen ist. Nur durch gezielte und regelmäßige Investitionen war und ist es möglich den Trinkwasserbedarf auch in Spitzenzeiten sicher zu gewährleisten. Deshalb nimmt dieser Bereich auch im Investitionsprogramm der letzten vier Jahre eine wichtige Stellung ein.
Die Trinkwasserversorgung im Hauptort wurde in diesem Zeitraum um vier neue Tiefbrunnen bei St. Peter, in der Industriezone (2 x) und an der Zollstraße (im Bau) und den austausch bzw. die Neuverlegung von 13,3 km neuen Leitungen ergänzt. Durch die Einleitung neuer Quellen und die Übernahme bisher privater Quellen konnte auch die Trinkwasserversorgung in Pawigl am Vigiljoch, sowie in Rateis und Oberackpfeif entscheidend verbessert werden. Eine große Erleichterung für die Wartung der Trinkwasseranlagen (Quellen, Pumpen, Wasserspeicher) bringt die telematische Überwachung mit sich mittels der inzwischen Wasserdruck und Wasserstand des gesamten Versorgungsnetzes über PC und Handy rund um die Uhr überprüfbar sind.

Lananer Abwässer werden geklärt
Seit der Inbetriebnahme der Gemeindekläranlage und der Bezirkskläranlage in Sinich werden alle Lananer Abwässer gereinigt der Etsch zugeführt. Mit dem in den letzten Jahren erfolgten Ausbau des Abwassernetzes von Oberlana über die Gegend bis nach Pawigl und Vigiljoch bzw. von Völlan über Rateis nach Lana ist so gut wie das gesamte Gemeindegebiet angeschlossen. Ein Großteil der erforderlichen Finanzierungen konnte durch Landesbeiträge sicher gestellt werden.

Zivilschutz dient uns allen
Die großen Unwetterschäden im Herbst 2002 haben uns einmal mehr die Bedeutung eines effizienten Zivilschutzes vor Augen geführt. Neben dem guten Ausbildungsstand und der großen Einsatzbereitschaft unserer freiwilligen Zivilschutzorganisationen bedarf es dazu entsprechender Einrichtungen und Ausrüstungen.
Nach den Rettungsdiensten Weißes Kreuz und BRD an der Meranerstraße wurde in der zu Ende gehenden Verwaltungsperiode der Neubau der Feuerwehrhalle in der Goldeggstraße verwirklicht und mit Fahrzeughallen, Einsatzzentrale, Versammlungsraum, Büros und technischen Einrichtungen zu einem modernen Zivilschutzzentrum gestaltet. Der in den letzten 10 Jahren laufend erneuerte Fuhrpark konnte um die lang ersehnte Drehleiter ergänzt werden, die für das dichte Siedlungsgebiet von Lana eine wichtige Hilfe darstellt. Demnächst steht der Austausch des überalteten Rüstfahrzeuges an. Laufend ergänzt und den sich wandelnden Gegebenheiten angepasst, wird der Zivilschutzplan, den Lana als eine der ersten Gemeinden des Landes erarbeitet hat.

Wildbach Pschoal gebändigt
Seit Menschen gedenken stellte der Pschoal-Graben eine Bedrohung für Mitterlana dar. Nach der Verbauung des Raffeingrabens in der Vill konnte 2003/2004 auch dieser Wildbach in Zusammenarbeit von Wildbachverbauung und Gemeinde mittels Auffangbecken, Hangverbauung und verbesserte Wasserableitung gesichert werden. Dabei war man mit Erfolg auf eine naturnahe Verbauung bedacht. Mit einem in Ausarbeitung befindlichen Zusatzprojekt soll demnächst die Oberflächenentwässerung im Bereich der St.-Georgen- und Gampenstraße verbessert werden. Einen beträchtlichen, größtenteils durch Landesfinanzierung abgedeckten Kostenaufwand verursachten die umfangreichen Aufräum- und Hangsicherungsarbeiten, welche aufgrund der Unwetterschäden in der Gaul und in anderen Ortsteilen erforderlich waren, gleichzeitig aber auch einen wirksamen Schutz gegenüber etwaigen künftigen Naturereignissen darstellen.

40 km Straßen und Gehsteige asphaltiert bzw. gepflastert – öffentliches WC
Die Gemeindeverwaltung ist für die Wartung von 130 km öffentlichen Straßen und Gehsteigen zuständig. Neben den jährlich anfallenden Reparatur- und Sicherungsarbeiten, die teilweise vom Gemeindebauhof, teilweise von örtlichen Firmen ausgeführt werden, stehen jedes Jahr Asphaltierungsarbeiten im Ausmaß von 150.000 bis 200.000 Euro an, welche der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer dienen, wobei die Hauptverkehrswege mit Flüsterasphalt versehen werden. Einen nicht unbeträchtlicher Aufwand verursacht auch die regelmäßig zu erneuernde und zu ergänzende horizontale und vertikal Beschilderung (Bodenzeichen, Verkehrsschilder), sowie die fortlaufende Reinigung des Straßennetzes.
Behindertengerecht ausgebaut wurde das öffentliche WC in Niederlana, während am Rathauspark eine zusätzliche neue Anlage errichtet wurde. Damit stehen im Gemeindegebiet insgesamt fünf öffentliche WCs zur Verfügung, welche von der Gemeinde täglich gereinigt werden.

UNSERE FRAKTIONEN
VÖLLAN


Eine neue Schule für Lana
Nach dem Bau des neuen Kindergartens mit Musikprobelokal, der öffentlichen Bibliothek und des Jugendtreffs wurde in den letzten Jahren mit dem Bau der neuen Grundschule eine weitere wichtige öffentliche Einrichtung für Völlan geschaffen. Das geräumige Schulgebäude mit angebauter Turnhalle liegt mitten im Ortszentrum und ist von großzügigen Spiel- und Freiflächen umgeben. Durch die Errichtung einer Unterführung und eines Gehsteiges konnte auch die Verkehrssicherheit  wesentlich verbessert werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 4 Mio. Euro.

Trink- und Abwassernetz erweitert
In den letzten Jahrzehnten wurden große Anstrengungen unternommen um die früher unzureichende Trinkwasserversorgung in Völlan sicher zu stellen. Diese erfolgreichen Bemühungen wurden mit dem Ausbau des Trink- und Abwassernetzes Völlan-Rateis-Lana fortgesetzt und die Wartung der Quellen und Wasserspeicher durch den Einbau einer telematischen Überwachungsanlage wesentlich erleichtert.
Zufahrtsstraßen angebaut
Auch in den vergangenen vier Jahren konnte das Wegenetz in Völlan weiter verbessert werden. Der Rateiserweg wurde ab der Völlanerstraße bis zur Abzweigung des alten Völlanerweges verbreitert, neu asphaltiert sowie mit Leitplanken versehen. Ebenso ausgebaut und mit Leitplanken versehen wurde der Werrenbergweg ab dem Rateiserweg bis zum Föstlhöf. Der Winkelweg wurde ab dem Sportplatz bis zum Steinweirerhof bergseitig erweitert und mit einem Zaun versehen. Für Verbesserungen am alten Völlanerweg wurde ein Projekt ausgearbeitet und beim Land um einen Finanzierungsbeitrag angesucht. Für den Bau eines Gehsteiges bei St. Georg wurde ein Projekt ausgearbeitet, das aber wegen mangelnder Grundverfügbarkeit bislang nicht ausgeführt werden konnte.

Ortsgestaltung
Durch den Bau von Unterführung und Gehsteig beim neuen Schulgebäude und den Ausbau der öffentlichen Beleuchtung konnte die Sicherheit verbessert werden. Eine eigene Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Ausarbeitung weiterer Vorschläge für eine Aufwertung und fußgängerfreundliche Gestaltung des Ortszentrums. Als erste Umsetzungsmaßnahme wurden mehrere Fußsteige instandgesetzt.

Sport und Freizeit
Nach dem Bau des Sportplatzes, der um ein Clubgebäude und die Überdachung der Tribünen ergänzt wurde, konnte mit der Turnhalle (12 x 24 m) die zweite wichtige Sporteinrichtung in Völlan geschaffen werden. Ein weiterer großer und zentral gelegener Spielplatz entstand bei der neuen Schule. Auch der Spielplatz am Rainmannbichl und der Aufgang zur Mayenburg wurde in Zusammenarbeit mit dem Verschönerungsverein erneuert. Als Ergänzung der erfolgreichen „Kastanientage“ wird derzeit mit der Forstverwaltung die Errichtung eines Kastanienlehrpfades vorbereitet.

Neue Gewerbe- und Wohnbauzone
Die Gewerbezone Feldweg wurde um 5.000 m² erweitert und erschlossen um weiteren sieben Völlaner Betrieben die Möglichkeit einer Existenzgründung zu geben. In der angrenzenden Wohnbauzone konnten 7 geförderte Wohnungen für Völlaner Familien ausgewiesen werden. Derzeit werden die Erschließungspläne für die Erweiterungszone „Mayenburg“ (2.451 m²) ausgearbeitet, wo 5 freie und 8 geförderte Wohnungen errichtet werden können.

Unwetterschäden
Durch die starken Niederschläge im Herbst 2000 wurden einige Wege unpassierbar oder beschädigt. So mussten hauptsächlich beim Badlweg, Rateiserweg und Jochweg größere Instandsetzungen durchgeführt werden.

PAWIGL

Friedhof erweitert
Nach der Schaffung des neuen Dorfplatzes und der Neuanlage des Kirchenaufganges wurde nunmehr der kleine Bergfriedhof zu Füßen von St. Oswald landschaftsschonend erweitert und mit einer Bronzefigur des bekannten Südtiroler Künstlers Friedrich Gurschler geschmückt. (Gesamtkosten 160.000 Euro). Auch die Renovierung der St.-Oswaldkirche wurde durch einen namhaften Beitrag gefördert.

Höfezufahrten Niederhöfe und Oberhöfe verbessern
Nach dem unteren Teil ist es gelungen nunmehr auch den oberen Teil der Pawiglerstraße dem Land zu übergeben, welches in bewährter Art und Weise für die Instandhaltung sorgen wird. Von der Gemeindeverwaltung wurden die Arbeiten für den Ausbau der Höfezufahrten Niederhöfe-Pluon und Oberhöfe-Hinterstadl mit Gesamtkosten von rund 500.000 Euro vergeben.

Ausreichend Trinkwasser für die Pawigler Höfe und Häuser
Durch die Erschließung neuer Quellen bei Bärenbad, die Übernahme und Sanierung der Gampl- und Schwarzwaldquelle und den Bau der neuen Trinkwasserleitungen im oberen Teil von Pawigl und am Vigiljoch konnte die Trinkwasserversorgung für die Bergfraktion grundlegend verbessert werden. Die Wartung der zu einer Ringleitung zusammengeschlossenen Anlagen wird durch den Einbau einer telematischen Überwachung wesentlich erleichtert. Als Ergänzung dazu erfolgt in Kürze der Ausbau der Trinkwasserleitung für die Niederhöfe und Buchrast, wofür 225.000 Euro bereit gestellt wurden.

Kanalisierung Vigiljoch-Pawigl-Gegend-Lana
Mit einem zu 80% über die Bezirkgemeinschaft finanzierten Projekt werden die Abwässer sämtlicher Häuser am Vigiljoch, von Pawigl und der Gegend zusammengefasst und nach Lana bzw. in die Bezirkskläranlage geleitet. Die diesbezüglichen Bauarbeiten stehen vor dem Abschluss

Forstweg zur Bärenbadalm
Nach langjährigen Bemühungen konnte der von der Forstverwaltung projektierte Forstweg zur Bärenbadalm nunmehr fertiggestellt werden, so dass die Alm nunmehr übe eine ordentlich LKW-taugliche Zufahrt verfügt.


ACKPFEIF

Zufahrtstraßen und Trinkwasserversorgung ausgebaut
Für die Höfe in Unterackpfeif wurde die Zufahrt ab Krebsbach ausgebaut und neu asphaltiert. Nach Zusicherung des vorgesehenen Landesbeitrages wird die Einfahrt von der Gampenstraße ausgebaut und verbessert. Noch für heurige Jahr zugesagt hat die Forstverwaltung den Ausbau der Höfezufahrten Goldbichl und Gschlofer bis Finsterbichl. Die Höfe und Häuser in Oberackpfeif wurden an das Trinkwassernetz angeschlossen.


MITREDEN UND MITGESTALTEN

Transparenz und Bürger/innen-Beteiligung
Die Arbeit der Gemeindeverwaltung der letzten 4 Jahre vollzog sich nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Es war und ist unser Anliegen die Verwaltungstätigkeit so durchschaubar wie möglich zu gestalten und unsere Programme und Vorhaben offen darzulegen. Dazu dienen die 15 durchgeführten und stets sehr gut besuchten Bürgerversammlungen in Lana, Völlan und Pawigl ebenso wie die monatliche Berichterstattung im Gemeindeblatt und wie die neu aufgebaute, ständig aktualisierte Gemeindehomepage. Als sehr hilfreich erwiesen sich auch die regelmäßigen Treffen und Aussprachen mit Interessensgruppen und Vereinen. Rund 10.000 Lananer und Lananerinnen nahmen das Angebot der täglichen Sprechstunde des Bürgermeisters (2300 offizielle Sprechstunden in den vergangenen vier Jahren), sowie die wöchentlichen Sprechstunden der Assessoren in Anspruch um Anliegen, Vorschläge und berechtigte Kritik vorzubringen. Ein besonderer Dank ist den rund 200 Bürgerinnen und Bürgern auszusprechen, welche ihre Fachkompetenz und ihre wertvolle Zeit für die Mitarbeit in vielen Arbeitsgruppen, Beiräten und Kommissionen für unsere Dorfgemeinschaft zur Verfügung stellen, so für die Umsetzung des Verkehrsplanes, das Projekt „Menschen in Lana“, die offene Senioren und Jugendarbeit, Lana Marketing, Netzwerk Lana, Elternschule, Nachmittagsbetreuung, Kinder- und Jugendsommer, Zone Zukunft Lana, Aufwertung Vigiljoch, Kastanientage, Tag des offenen Denkmals, Tag der Menschen mit Behinderung, Umsetzung Landschaftsleitbild usw. Auch die über 100 Ortsvereine leisten, jeder an seinem Platz und jeder in seinem Bereich, Großartiges für unser Dorf.


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